Das Natural Horsemanship ist die Basis für alles, weil es vom Einfachen zum Schwierigen führt. Ob an unserem Hof oder im mobilen Unterricht: Es kommt auf die Reihenfolge der Übungen an, so dass Widersetzlichkeiten gar nicht erst aufkommen. Deswegen beginnt unser Unterricht immer mit einer Bodenarbeitsstunde. Ausritte bieten wir nur für Reiter mit Reiterfahrung an, die aber zunächst eine Einweisung in die Reitweise erhalten, die unsere Pferde gewohnt sind: Die sind top ausgebildet und fein geritten: das Pferd als Partner.
In der Sommerferien bieten wir im Rahmen des Ferienspaßprogramms einen Schnuppertag an, um den Kindern die sieben Spiele zu lehren. Eine Bezeichnung, die Horsemanshiplegende Pat Parelli als Begründer des Natural Horsemanship entwickelt hat. Meine Tochter und ich hatten die große Ehre einen Kurs bei ihm zu absolvieren, der den Titel "Level 4 and beyond" trug - also das, was nach dem Level 4 kommt.
Denn bei Parelli gibt es ein Levelsystem: Ähnlich wie beim Judo der schwarze Gürtel, erhalten Level-4-Absolventen nach bestandener Prüfung ein schwarzes Horsemanship-Seilchen. Meine letzte von diesbezüglichen vier Prüfungen (Auditions) habe ich im 2019 bestanden:
Den Level 1 bei Parelli (nur Bodenarbeit) erkläre ich im Horsemanship-Reitschulguide. Dieser ist die Basis für alles andere: Zirkuslektionen, Ausritte und auch Westernturniere, wo insbesondere meine Tochter sehr erfolgreich war, die sich mit unserem Pony Lucky in der Westerndisziplin Reining gegen Quarter- und Painthorses durchsetzte (3. Video).
Die Idee ist, dass man fürs Lenken und Anhalten keine Zügel mehr braucht. Wenn das gelingt, dient das Gebiss laut Pat Parelli der Verfeinerung. Um Turniererfolge zu erlangen, muss vor allem die Beziehung stimmen. Das gelingt durch Mitspracherechte fürs Pferd sowie Spiel, Spaß und Freiarbeit: die folgende Videos zeigen Freiheitsdressur und einen Showauftritt:
